Am 03. April diesen Jahres wurden wieder die besten Ideen gegen Lebensmittelverschwendung ausgezeichnet und im Rahmen des Bundespreises „Zu gut für die Tonne“ gekürt.

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Am 03. April diesen Jahres wurden wieder die besten Ideen gegen Lebensmittelverschwendung ausgezeichnet und im Rahmen des Bundespreises „Zu gut für die Tonne“ gekürt.

Vier dieser Projekte stellen wir Ihnen hier vor:

1.    Happy Hour in der Uni-Mensa
In den Universitäten des Landes fällt jede Menge Lebensmittelabfall an: Besonders nicht verkaufte Lebensmittel, die eigentlich zu schade sind, um sie einfach so zu entsorgen, werden jedes Jahr tonnenweise weggeschmissen. Dass das nicht so sein muss, beweist die Mensa des Studierendenwerks Ulm: hier werden in den letzten 15 Minuten vor Schließung die Lebensmittelpreise stark reduziert, um so Käufer für die letzten Lebensmittel zu finden. An dem so genannten „Happy Hour Schalter“ werden Gemüse, Nudeln und Fleisch für nur noch 45 Cent je 100 Gramm verkauft.

2.    Fallobst ist kein Abfall – wir machen was draus!

Richtig gelesen, es geht um Fallobst, genauer gesagt um jenes Obst, das jährlich tonnenweise auf die Äcker und Wiesen Deutschlands fällt und dort – sofern es nicht aufgehoben und verarbeitet wird – einfach verfault. Das brachte die Mitglieder des Heimatvereins Keppeln (Nordrhein-Westfalen) auf eine Idee: Man könnte Saftpressen verleihen und das wertvolle Fallobst in ein Lebensmittel verwandeln. Gesagt, getan. Mittlerweile werden die Saftpressen an Familien, Nachbarschaften, Rentner und Kindergärten im ganzen Land verliehen und erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

3.    Knärzje – Bier aus Brotresten  
Welche Zutaten braucht man für ein gutes Bier? Hopfen? Malz? Vielleicht. Brot: auf jeden Fall. Brot? Genau, das wertvolle Lebensmittel vom Bäcker nebenan kann – falls es nicht verkauft wird und übrig bleibt – in ein anderes wertvolles Lebensmittel verwandelt werden. So wird das jedenfalls bei den Frankfurtern vom Verein ShoutOutLoud gehandhabt. Übrig gebliebenes Brot der Bäckerei „Zeit Für Brot“ wandert direkt in die Brauerei und wird dort in Brotsaft verwandelt. Dieser erfüllt beim „Brotbier“ die gleiche Funktion wie Gerstensaft bei herkömmlichen Bieren.  Ausschlaggebend für diese Idee der Resteverwertung war die Tatsache, dass jedes Jahr in Deutschland rund zwei Millionen Backwaren in der Tonne landen – also höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen.
Erhältlich ist das nach der hessischen Mundart für Brotreste benannte „Knärzje“ in ausgewählten Läden in Frankfurt oder direkt bei den Brauereien Brewids und BrauStil.


4.    „Ackerdemie“ - Gemüsebeet statt Klassenzimmer
Wie wird eine Kartoffel geerntet? Wie sieht Kohlrabi aus? Wo wachsen Mohrrüben? Fragen, die heutzutage kaum jemand beantworten kann – und schon gar nicht die Kleinen unserer Gesellschaft. Dabei sind vor allen Dingen Kinder sehr leicht für Themen rund um Natur und Gärtnerei zu begeistern – jedoch, so die Beobachtung des Agrar- und Wirtschaftswissenschaftlers Christoph Schmitz, fehle ihnen oftmals die Gelegenheit dazu. Grund genug für den Potsdamer ein Bildungsprojekt namens „Ackerdemie“ zu starten, das Kindern und Jugendlichen „ein grundlegendes Verständnis der Lebensmittelproduktion und ein reflektiertes und nachhaltiges Konsumverhalten“ ganz lebendig nahebringen soll – indem sie selbst Gemüse anbauen. Mehr als 17.000 Kinder und Jugendliche hat das Projekt schon an über 450 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz erreicht.

Quelle: https://www.bundesregierung.de/

Termine und Veranstaltungen

Ob Symposium, Fachtagungen, Vorträge oder Vorstandstreffen, hier informieren wir Sie über kommende Veranstaltungen der
IG FÜR in den Arbeitsgruppen Fulda und Kempten.

Arbeitsgruppe Fulda

Jeden ersten Montag des Monats organisiert die IG FÜR interessante Vorträge in Fulda rund um die Themen Gesundheit und nachhaltiges Leben.

Veranstaltungsort: tegut… Zentrale,
Betriebskantine (EG), Gerloser Weg 72, 36039 Fulda

Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen!

Zu den Terminen

Arbeitsgruppe Kempten

Jeden letzten Mittwoch des Monats organisiert die IG FÜR interessante Vorträge in Kempten rund um die Themen Gesundheit und nachhaltiges Leben.

Veranstaltungsort: 's Lorenz, Prälat-Götz-Straße 2, 87439 Kempten; Telefon: 0831 28584

Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen!

Zu den Terminen

IG FÜR Unterwegs

Immer mittendrin, immer im Austausch. Die IG FÜR sucht den Kontakt mit der Öffentlichkeit, um so ein gesellschaftliches Bewusstsein von der Bedeutung gesunder Lebensmittel für die Gesundheit der Menschen zu fördern.

Weitere IG FÜR Unterwegs Beiträge

IG FÜR MAGAZIN

Die IG FÜR gibt in regelmäßigen Abständen das IG FÜR Magazin (ehem. IG FÜR Zeitung) heraus, um ihre Mitglieder rund um das Thema „Lebensmittel sind Mittel zum Leben“ und über die Aktivitäten der IG FÜR zu informieren. Die aktuellen Ausgaben finden Sie hier zum Download. Viel Spass beim Schmökern!

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IG FÜR MAGAZIN 2/2019

  • Symposium "Klima-Wende jetzt! Mit dem Einkaufszettel die Welt retten?"
    am 12. September in Berlin - Referentenvorstellung
  • "Kleine Gase - Große Wirkung: Der Klimawandel"
  • Nanomaterialien - kein Zwerg kommt durch die Hintertür
  • Das Lebensmittel Wasser
  • Algen - das Superfood aus dem Meer

Ausgaben 2019: Nr. 1 / Nr. 2
Ausgaben 2018: Nr. 3Nr. 2 / Nr. 1
Ausgaben 2017: Nr. 3 / Nr. 2 / Nr. 1
Ausgaben 2016: Nr. 4 / Nr. 3 / Nr. 2 / Nr. 1
Ausgaben 2015: Nr. 3 / Nr. 2 / Nr. 1
Ausgaben 2014: Nr. 3 / Nr. 2 / Nr. 1
Ausgaben 2013: Nr. 3 / Nr. 2 / Nr. 1


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